ÜBER RERIK

Rerik – ein kleiner Ort mit großer Geschichte

Das Ostseebad Rerik ist zwar klein – beeindruckt aber mit großer Vergangenheit. Die ehemals slawische Siedlung wurde bereits im Mittelalter 1230 das erste Mal urkundlich erwähnt. Reriks frühgotische Backsteinkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde erst später in Barockmanier ausgemalt. Kaum ausmalbar sind die Schicksalsschläge, die Rerik heimsuchten: 1567 wurde es durch einen enormen Brand fast vernichtet – und die große Sturmflut 42 Jahre später kam leider nicht mehr rechtzeitig, um ihn zu löschen. Dafür überflutete sie die nahe und unschuldige Halbinsel Wustrow.

Anbaden in Alt Gaarz

Ab 1820 kamen die ersten Badegäste in den Ort, der damals noch Alt Gaarz hieß. Erst entstanden Badeanstalten und ab 1926 konnte sich Alt Gaarz stolz als offizielles „Ostseebad“ präsentieren. Erst 1938 verwandelte es sich in „Rerik“ und erhielt gleichzeitig die Stadtrechte. Wustrow wurde zu einem Stadtteil von Rerik – und wieder sollten der Halbinsel bewegte Zeiten bevorstehen...

Rerik im Wirbel der Geschichte

Wustrow kann sich über historische Langeweile wirklich nicht beklagen: 1933 von der Reichswehr gekauft, wurde sie prompt zum Standort einer Flakartillerieschule. 1945 übernahmen sowjetischen Truppen die Halbinsel und Wustrow wurde als sowjetische Garnison militärisch genutzt. Erst 1993 – vier Jahre nach dem Fall der Mauer – endete die militärische Geschichte Wustrows und auf der Halbinsel kehrte wieder Ruhe ein.

Von der Haffpromenade bis zum Kurpark

Auch der Tourismus in Rerik erlebte wechselvolle Zeiten: Er stand ab 1949 unter staatlicher Lenkung und wurde plangenau ausgebaut – von 16.000 Touristen 1963 bis hin zu rund 40.000 zwanzig Jahr später. Seit 2006 können die Gäste über eine neu gestaltete Haffpromenade, einen frischen Haffplatz und durch den neu erblühten Kurpark flanieren. Übrigens: Trotz seiner bewegten Vergangenheit und zunehmenden Beliebtheit hat sich das Städtchen seine Ruhe und Beschaulichkeit bis heute erhalten.

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